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Presse

Neues Heim und im Internet

Artikel aus dem Westfalen Blatt von 8. Januar 2005

Blinden- und Sehbehindertenverein Bielefeld aktiv

Bielefeld (gge).
Doppelten Grund zur Freude hat der Blinden -und Sehbehindertenverein Bielefeld Zum einen konnte Freitag der neue Versammlungsraum an der Weststraße87 eingeweiht werden. Zum anderen verfügt man jetzt über eine eigene "barrierefreie" Web-Site im Internet.

"Unser Haus bekommt damit wieder eine überregionale Bedeutung", meinte Vorsitzender Bernhard Suermann. Der 65-jährige Richter a.D. freute sich mit der Stellvertreterin Regine Ramtour, Landesgeschäftsführer Günter Seidenberg und dem Ehrenvorsitzenden Hans-Georg Häbel im doppelten Sinnte über die "neuen Heimaten" - im renovierten Gebäude wie in der virtuellen Welt des Internets. Schließlich sollen dort künftig auch Vorstandssitzungen anderer Ortsvereine aus Ostwestfalen stattfinden.

20 000 Euro hat der Verein (1912 gegründet / 104 Mitglieder) mit Hilfe von Spenden und Erbschaften allein in den Umbau des Vereinsraumes im Erdgeschoss investiert. Das Haus wurde 1958 errichtet, zunächst als Werkstatt zur Herstellung von Besen, Bürsten und Körben genutzt und im Jahr 2000 vom Landesverein erworben. Um Platz für mehr als 50 Besucher zu schaffen, wurden die bequemen Bänke eigens von einem Schildescher Tischler von Hand gefertigt.

Die Internet-Seite des Blinden- und Sehbehindertenvereins unterscheidet sich auf den ersten Blick nicht von anderen und ist auch für alle gedacht. "Nutzer können aber auch Schriften vergrößern, sich Texte mit Hilfe des Screenreaders vorlesen lassen und ohne Maus am PC arbeiten", erläutert Saskia Miorini die besonderen Vorteile. Die Mitarbeiterin der Bilefelfelder Firma Mediactive hat die Internetseiten für den Verein programmiert. Über jeden Besucher - vor Ort und im Netz - freut sich Suermann schon jetzt. Wie auch über neue Mitglieder, mit denen man in einem starken Landesverband gegen die Abschaffung des Blindengeldes (wie in Niedersachsen) angehen könnte.

"Dieser Raum soll für alle Blinden zur Heimat werden"

Artikel aus der Neuen Westfälischen, Dienstag, 11. Januar 2005

Blinden- und Sehbehindertenverein Bielefeld weihte neuen Vereinsraum ein

Bielefeld (soni). Der Blinden- und Sehbehindertenverein Bielefeld hatte gleich drei Gründe zu feiern: Erstens wurde der neue Vereinsraum im Hewig-Braus-Haus an der Weststraße eingeweiht, zweitens die Webseite präsentiert und drittens stießen die Mitglieder auf den 93. Geburtstag des Vereins an.

"Wir haben in den vergangenen Jahren viel erreicht, nur eines fehlte bis jetzt noch: ein eigener Versammlungsort. Um so mehr freuen wir uns, dass wir diesen Vereinsraum heute einweihen können", begrüßte der Vorsitzende Bernhard Suermann die zahlreich erschienen Gäste.

Nicht nur viele Mitglieder und ihre Angehörigen waren der Einladung gefolgt, sondern auch lokale Prominenz wie der Bürgermeister Detlef Helling, die Landtagsabgeordnete Angelika Gemkow sowie der Vorsitzende des Wirtschaftsausschusses des Bundestages, Dr. Rainer Wend.

Zu Beginn der Einweihungsfeier ließ Bernd Suermann die Geschichte des Hauses an der Weststraße sowie der letzten Jahre der Baumaßnahmen Revue passieren. "Als das Haus vor gut 50 Jahren gebaut wurde, befand sich der in diesem Raum eine Werkstatt für blinde Handwerker mit Verkaufsraum", berichtete der Vorsitzende.

Anfang der 60er Jahre sei die Werkstatt jedoch geschlossen worden, weil das Blindenhandwerk immer mehr an Bedeutung verlor. Erhalten blieb ein Raum, in dem die Sprechstunden und Vorstandssitzungen des Blindenvereins abgehalten wurden.

"Im Jahre 2000 hat unser Verein dann das Haus vom Landesverband gekauft und sofort mit den Sanierungs- und Renovierungsarbeiten begonnen", erinnert sich Suermann an den Beginn des Umbaus. Später wurde dann der jetzige Versammlungsraum geschaffen und gemütlich eingerichtet. "Dieser Raum soll nicht nur den Blinden und Sehbehinderten in Bielefeld eine Heimat werden, sondern auch ein Ort der Begegnungen für den gesamten ostwestfälischen Raum werden", wünschte sich Bernhard Suermann.

Gefeiert wurde gestern auch die Einrichtung der Vereins-Webseite. Unter der Adresse www.bsvbi.de gibt es viele Informationen zum Verein, aber auch Wissenswertes über Blindheit und Sehbehinderungen sowie Tipps für den Alltag.

"Das Besondere an dieser Webseite ist, dass sie allen Kriterien der Barrierefreiheit entspricht", betonte Saskia Miorini, die zusammen mit ihren Kollegen Andreas Wellensiek und Oliver Kempfle die Seite gestalten und programmiert hat.

Aufgrund der eingebauten Vorlesefunktion und eines speziellen Sprachprogramms sei es auch blinden Menschen möglich, die Internet-Seiten zu lesen. "Und das ist jetzt erst der Anfang. Im Laufe der Zeit werden noch mehr Seiten hinzukommen", verspricht der Landesgeschäftsführer des Vereins, Günter Seidenberg. Für eine laufende Aktualisierung der Webseite werde ebenfalls immer gesorgt.

Neue Heimaten

Einweihung des Vereinsraumes und der neuen Webseite

Der Blinden- und Sehbehindertenverein Bielefeld e.V. (BSVBi) nähert sich dem Hundertsten. Wir haben viel erreicht - nur eines fehlte bis heute noch: Ein eigener Versammlungsort für unseren Verein. Den wollen wir heute feierlich einweihen und dazu kurz in die Geschichte zurückblicken.

Das Haus wurde vor gut 50 Jahren gebaut. Bauherr war aber nicht der Blindenverein Bielefeld, sondern unser Dachverein. Das Haus hatte nämlich damals auch eine überörtliche Funktion. Es sollte zwar wohnungssuchenden Blinden in Bielefeld ein Heim bieten; in dem Raum, in dem wir jetzt sitzen, befand sich aber eine Werkstatt für Blinde Handwerker mit Verkaufsraum. Dort wurden Erzeugnisse blinder Handwerker aus ganz Westfalen hergestellt und verkauft.

Im Laufe der Zeit büßte das Haus seine ursprüngliche Funktion weitgehend ein. Anfang der 60er wurde die Werkstatt geschlossen, da das Blindenhandwerk immer mehr an Bedeutung verlor, weil die ehemaligen Handwerker immer mehr in die Industrie gingen. Auch gab es immer weniger blinde Menschen, die sich wegen einer Wohnung an den Verein wandten. Erhalten blieb ein Raum, in dem die Sprechstunden, die Vorstandssitzungen unter anderem des Blindenvereins Bielefeld abgehalten wurden.

Im Jahre 2000 kaufte der Verein - nunmehr Blinden- und Sehbehindertenverein Bielefeld - das Haus vom Landesverein. Zunächst waren umfangreiche Sanierungs- und Renovierungsarbeiten erforderlich. In einem zweiten Schritt haben wir nun den Versammlungsraum geschaffen und eingerichtet. Er soll nicht nur den Blinden und Sehbehinderten in Bielefeld eine Heimat werden, sondern auch ein Ort der Begegnung für den gesamten ostwestfälischen Raum. So sollen die alljährlichen Treffen der Vorstände der Blinden- und Sehbehindertenvereine in Ostwestfalen hier stattfinden.

Der Trend weg von der überörtlichen Bedeutung kehrt sich also wieder um. Was noch zu tun bleibt, ist, all dem in den nächsten Jahren noch mehr Gestalt zu verleihen.

Zeitgleich mit der Einweihung des Vereinsraumes stellen wir heute die Einrichtung unserer zweiten Heimat, der virtuellen Heimat im Internet, der Öffentlichkeit vor. Unter der Adresse www.bsvbi.de informieren wir dort über unseren Verein, unsere Geschichte und unsere Aktivitäten. Auch allgemeine Informationen zu Blindheit und Sehbehinderung und Tipps für den Alltag sind dort zu finden.

Wir freuen uns über jeden Besucher. Besonders freuen würden wir uns über jedes neue Mitglied - die Anmeldung über unser Onlineformaula ist ganz einfach. Wer bei uns Mitglied ist, gehört automatisch zu unserem Landesverein, dem Blinden- und Sehbehindertenverein Westfalen e.V., der ständig den Kontakt zu den politischen und gesellschaftlichen Entscheidungsträgern hält. Niemand vertritt die Interessen der blinden und sehbehinderten Menschen so intensiv und durchsetzungsfähig, wie der Blindenselbsthilfe auf Landes- und Bundesebene. In Zeiten, in denen in einigen Bundesländern das Blindengeld zur Debatte steht oder gar abgeschafft wird, ist diese starke Landesvertretung die unabdingbare Voraussetzung zum Erhalt des Blindengeldes auch in Nordrhein-Westfalen.

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